EXTRATRAINING

MITTEILUNG DES SHFV

07.08.2020

Am Mittwoch dieser Woche hat der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Daniel Günther, im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet, dass es bis zum 31. August keine weiteren Lockerungen der behördlichen Verfügungslage zur Corona-Pandemie geben wird. Die von uns und den Vereinen in Schleswig-Holstein erhofften und von politischer Seite signalisierten Lockerungen sind damit ausgeblieben, Test-, Freundschafts- und Vorbereitungsspiele bleiben den Amateurfußballer*innen in Schleswig-Holstein weiterhin untersagt.

In den vergangenen Wochen gab es positive Signale dahingehend, dass unsere rund 550 schleswig-holsteinischen Vereine schon bald wieder Testspiele absolvieren können. Wir hatten auf diesen Schritt gesetzt, da auch in den Nachbarbundesländern Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wieder gespielt werden kann und viele schleswig-holsteinische Vereine dorthin ausweichen, um Freundschaftsspiele auszutragen. Nach einer fast fünfmonatigen Pause wäre dieses Zeichen für den Amateur- und Breitenfußball und die vielen Kinder und Jugendlichen in Schleswig-Holstein sehr wichtig gewesen, auch um die Hoffnung auf einen Saisonstart Mitte September weiter aufrecht zu erhalten.

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat als erster Landesverband – unabhängig von der behördlichen Verfügungslage – den Spielbetrieb im März eingestellt. Als erster Landesverband in Deutschland haben wir das vorzeitige Ende der abgelaufenen Spielserie bekannt gegeben. Bis zum heutigen Tage kommen wir als Dachverband und unsere Vereine ihrer Verantwortung in dieser schweren Zeit nach. Wir verschließen nicht die Augen vor der aktuellen Entwicklung und haben die Entscheidungen der Landesregierung auch in der Öffentlichkeit immer gestützt. Mit Blick auf die Frage der Zulassung eines normalen Test-, Freundschafts- und Vorbereitungsspielbetriebes sind wir jedoch der Meinung, dass moderate Lockerungen nicht unangemessen sind und obengenannte Spiele wieder in voller Mannschaftsstärke zugelassen werden sollten. Diesen Standpunkt haben wir im Interesse aller Fußballer*innen in Schleswig-Holstein bereits am Mittwoch dieser Woche Herrn Ministerpräsident Daniel Günther in einem Brief dargelegt und für einen moderaten und kontrollierten Start in den Trainings- und Testspielbetrieb geworben.

Am kommenden Mittwoch (12.08.) findet daher auf Einladung der Staatsekretärin im Innenministerium, Kristina Herbst, ein Gespräch im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein unter Beteiligung des Landessportverbandes sowie der Landesfachverbände der Mannschaftsportarten Fußball, Handball und Volleyball statt. Wir setzen große Hoffnungen in dieses Gespräch, die aus unserer Sicht berechtigten moderaten Lockerungen vor dem 31. August zu erreichen. Dabei sind wir uns sicher – und werden das dementsprechend betonen – dass die Fußballer*innen hierzulande genauso diszipliniert und verantwortungsvoll damit umgehen werden, wie sie es im bisherigen Verlauf der Pandemie vorbildlich getan haben.

Im Nachgang des Gesprächs am Mittwoch werden wir die Vereine des SHFV über die Ergebnisse entsprechend informieren und mitteilen, welche Auswirkungen diese für die weitere Planung der Spielzeit 2020/21 und die dazugehörige Vorbereitung haben.

Bis dahin wünschen wir Ihnen ein sonniges Wochenende.

Mit sportlichen Grüßen

 Uwe Döring                         Tobias Kruse/Dr. Tim Cassel
 Präsident SHFV  Geschäftsführung SHFV

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SIEHE OBEN 

15.03.20 - BCG Altenkrempe II - E II  0:7 (0:4): Wenige Stunden bevor der Sportbetrieb in Schleswig-Holstein komplett eingestellt wurde stand für die Inselkicker ein Flutlichtspiel an der Milchstraße an. Auf einem sehr tiefen Rasenplatz merkte man dass die Fehmaraner Kunstrasen gewohnt sind. Es dauert etwas bis sich Blau-Schwarz mit dem Untergrund zurecht fand. Doch das Passspiel wurde besser und so fiel denn auch verdient das 0:1 durch Elias Schöning. Altenkrempe gab nun kaum noch Gegenwehr und die JSG kombinierte nach Belieben und schloss vor allem vorne entschlossen ab.

Damit liegen die Insulaner punktgleich mit dem OSV auf Platz zwei - bei einem Spiel weniger. 

Tore : Maurice Linke (2), Elias Schöning, Mathis Rahlff, Johann Bekker, Leon Göben  und ein Eigentor. 


Lenny Fickert (7) - sonst Vollstrecker - glänzte diesmal als Vorbereiter
Lenny Fickert (7) - sonst Vollstrecker - glänzte diesmal als Vorbereiter

11.03. 20

 

A-Junioren - BSG Kellersee 1:3 (0:0): Nach einer schwierigen Anfangsphase der Gastgeber, die mit nur einem Auswechselspieler antraten, welcher nach der Verletzung von Felix Majora in der zweiten Spielminute gleich eingesetzt werden musste kamen diese besser ins Spiel. JSG/SVG hatte gefühlt 30 Minuten der ersten Hälfte ausschließlich den Ball. Jedoch stand die BSG gut im Zentrum und die Sundkicker hatten Pech im Abschluss. So konnte Miguel Filippig einen Kopfball nach Eckstoß aus drei Meter Entfernung nur in die Arme des Torwarts köpfen. Nach dem Wechsel ging die SG dann schnell und verdient mit 1:0 in Führung durch Doppelpass zwischen Johannis Beyer und Filippig, der von außen auf Max Utecht quer legte. Danach ließ es der Gastgeber etwas schleifen und die Gäste kamen besser ins Spiel. Nach einem Abwehrfehler konnten diese durch Thomas Zeihs den Ausgleich erzielen (61.). Zwar setzten die Hausherren alles daran, wieder in Führung zu gehen, jedoch agierte man gegen einen tief stehenden Gegner nicht clever genug und ließ sich so zum 1:2 auskontern. (80.- Zeihs). Das 1:3 fiel dann kurz vor Schluss durch einen 40 Meter hohen und langen Freistoß direkt auf den Kopf von Tom Kretschmar der nur noch einzunicken brauchte.

"Insgesamt bleib die Leistung deutlich hinter den Erwartungen nach den Testspielen zurück. Es fehlten durch Spiel der B-Junioren die für die A-Jugend mittlerweile wichtigen Leistungsträger. Als positiv ist das Debut von Jannis Hohnsbehn zu bewerten der trotz seiner langen Pause und seines unerwartet langen Einsatzes ein hervorragendes und engagiertes Spiel auf der Außenverteidigerposition machte." so Trainer Sebastian Wagener.

 

B-Junioren - TSV Lensahn II 4:6 (3:1): Blau-Schwarz erwartete den starken Tabellenzweiten der Vorrunde TSV Lensahn II. Dieser lief auch noch verstärkt aus seiner Landesligatruppe auf. Mit sehr guter Trainingsarbeit hatte sich die SG auf die Rückrunde vorbereitet. Die Mannschaft zeigte eine tolle Leistung - allerdings nur über die ersten gut 60 Minuten des Spiels. Am Ende stand der Gastgeber doch mit leeren Händen da. Das hat die Jungs und ihre Trainer doch mächtig geärgert. Selbst der Gästetrainer stufte dieses Ergebnis aufgrund des Spielverlaufes als verkehrte Fußballwelt ein. Die SG startete aus einer solide organisierten Abwehr heraus und einem gut agierenden Torhüter Tobias Ackermann (C-Jugendlicher) immer wieder gezielte Angriffe über die Sturmspitzen Matthies Uerkvitz und Matthis Brumm, die sich gut in Szene setzen konnten. Gerade im Mittelfeld dominierte der Hausherr. Doch statt 2:0 zu führen sorgte eine kleine Nachlässigkeit zum 0:1 von Denny Jerchel (7.). Doch erzielte Matthies Uerkvitz den schnellen Ausgleich (13.) und Magnus Mackeprang baute zur 2:1-Führung aus (15.). Abermals Uerkvitz - zum 3:1 (20.). Ein noch besseres Pausenergebnis wäre sehr gut noch möglich gewesen. Zunächst konnte die SG ihre Dominanz zu Beginn der zweiten Halbzeit fortsetzen, jetzt sogar mit dem Wind im Rücken. Auch ein schneller Anschlusstreffer von Silas Gau führte zunächst nicht zur Verunsicherung (47.). Matthis Brumm sogar noch auf 4:2 erhöhen (62.). Aber dann verlor die SG ihren guten spielerischen und kämpferischen Faden. Der TSV Lensahn machte jetzt doch größeren Druck und konnte sich im Mittelfeld mehr und mehr spielerisch durchsetzen. Bei den ersten Chancen konnte sich Torhüter Tobias Ackermann noch grandios im Eins gegen Eins auszeichnen. Dann jedoch führten gut vorgetragene Angriffe des Gegners zu weiteren vier Gegentoren (68. ET Ackermann, 70. Yannik Radzwill, 78.Marvin Suhr FE, 80. Till Wernecke).

 

D II - SV Neukirchen 11:0 (5:0): Auf Anfrage vom SVN wurde kurzfristig das Heimspielrecht getauscht und am frühen Samstagmorgen in Burg gespielt.

Ohne vorheriges Testspiel aber mit guten Ergebnissen aus drei Hallenturnieren starteten die Inselkicker furios und es stand bereits nach sieben Minuten durch Tore von Joris Arndt, Mika Czwalina und Max Buschmann 3:0. Bis zur Halbzeit erhöhte Rasheed Jano mit einem Doppelpack noch auf 5:0. In der Pause wurden beim Gastgeber dann bei einem wärmenden Tee ein paar zu korrigierende Punkte angesprochen und danach es ging munter weiter. Buschmann und Rasheed Jano bauten schnell das Ergebnis auf 7:0 aus.

Es folgte eine Viertelstunde mit sehr viel vergebenen Chancen und unnötigen Ballverlusten, bevor es dann fünf Minuten vor Schluss nochmal torreich wurde. Hanibal Yohanns, Joris Arndt mit einem Doppelpack und Fabian Ackermann stellten die "Anzeigentafel" auf 11:0 und somit begann das neue Fußballjahr, wie das Alte endete ... mit einem Sieg und reichlich Toren.

 

E I - TSV Malente 7:1 (4:1): Trotz Dauerregen und Wind auf dem heimischen Kunstrasen legte der Spitzenreiter im Topspiel gegen den Drittplatzierten aus Malente wie die Feuerwehr los. Mit hohem Tempo und tollen Spielzügen drückte die JSG die Malenter in den eigenen Strafraum. Es brauchte allerdings eine handvoll ausgelassener Topchancen bis Malik Lux nach Doppelpass mit Diego Wulf das erlösende 1:0 erzielte (8.). Nach Ecke durch Emil Heinrich erhöhte Diego Wulf per Kopf auf 2:0 (10.). Nun wurde das Spiel leider geprägt durch Einzelaktionen und extrem offensive Spielweise, so konnte Malente in der zwölften Minute verkürzen nachdem die Innenverteidigung im gegnerischen Mittelfeld den Ball verlor und die Gäste mit einem Sonntagsschuss zum 2:1 kamen. Leichte Verunsicherung war zu spüren - die Überlegenheit war weg doch die Verteidigung konzentrierte sich wieder vermehrt auf ihre Aufgabe. Das 3:1 erzielte Johann Bekker, der den Abstauber nach Lenny Fickerts Abschluss verwertete (22.). Mit dem Halbzeitpfiff markierte Diego Wulf nach Solo über den halben Platz das 4:1, dabei ließ er sich auch nicht durch eine Notbremse stoppen sondern sprintete statt zu fallen dem schon verloren geglaubten Ball nach. Symptomatisch für das weitestgehend eingestellte Fußballspielen fiel direkt nach der Pause das 5:1 (26.) durch Malik Lux nach Solo aus der Innenverteidigung heraus (26.). Es gab dafür allerding zahlreiche hübsche aber meist brotlose Einzelaktionen zu bestaunen. So dauerte es auch bis kurz vor Schluss als nach schöner Kombination über Tawab Torah und Lenny Fickert Orestis Stylos zum 6:1 erhöhen konnte (46.). Den Schlußpunkt setzte noch einmal Diego Wulf mit einem Solo vom eigenen Tor zum 7:1 (49.). "Einstellung und Verfassung der Mannschaft waren überragend, dass Kombinationsspiel wurde leider nach 15 Minuten fast komplett eingestellt", so Trainer Fabian Unger.

 

SG Wagrien - E I 0:3 (0:1) Einen müden aber auch absolut einseitigen lieferten die Teams. Nach dem Malentespiel wurden bei den Gästen die Positionen durchgemischt und alle Spieler sollten andere Rollen einnehmen.

Nach seinem überragenden aber auch sehr individuellen Spiel startete Diego Wulf so die erste Halbzeit im Tor und wurde in der zweiten Hälfte durch Luis Filippig ersetzt. Beide hatten ungefähr einmal die Möglichkeit sich zwischen den Pfosten auszuzeichnen und sorgten ansonsten für einen kontrollierten Spielaufbau. Heiligenhafen stand tief im und um den eigenen Strafraum und den Inselkickern fehlte die zuletzt gezeigte Dynamik und der unbedingte Torwille um die vielbeinige Abwehr zu überwinden. Es hätte bereits in der ersten Minute das 0:1 fallen müssen doch es dauerte bis zum Halbzeitpfiff und ungefähr 20 Torabschlüsse, bis Orestis Stylos das 0:1 nach toller Vorlage von Malik Lux erzielte. Nach der Halbzeit war das Team mit Rückenwind spielerisch besser unterwegs und hatte noch mehr verkorkste Torabschlüsse. Selbst aus besten Positionen kam der Ball oft als Rückgabe zum guten Heiligenhafener Torwart, der sich dann aber schließlich das 0:2 nach Ecke von Emil Heinrich selbst direkt in die Maschen drückte(40.). Den 0:3 Endstand markierte schließlich Diego Wulf nach toller Vorlage von Lenny Fickert, der seinen Gegenspieler einfach überlupfte.

 

E III - FC Scharbeutz 1:5 (1:3): Auch im ersten Spiel im neuen Jahr konnten die Gastgeber noch keine Punkte holen. Die Kicker vom Knust hatten zwar viele Torchancen aber das Runde wollte nicht ins Eckige.Zwar kamen sie kurz vor der Pause zum Anschluss aber danach war ihnen das Glück in einem relativ ausgeglichenen Spiel nicht hold. Tor: Arbes Kabashi.

 

C-Juniorinnen - JSG Hohwachter Bucht 1:8 (0:6): Carlotta Meier gelang in der relativ ausgeglichennen zweite Hälfte der Ehrentreffer der Insulanerinnen.

 

Orestis Stylos (3) entwickelt sich immer mehr zum Torgaranten
Orestis Stylos (3) entwickelt sich immer mehr zum Torgaranten

Warum hören Kinder und Jugendliche auf Sport zu treiben?

Kindersport und Dropout

Laut der National Alliance for Youth Sports hören 70% der Kinder mit dem organisierten Sport bereits bis zum Alter von 13 Jahren auf. Immer wenn diese US-Amerikanische Statistik erwähnt wird, wird behauptet, dass davon meistens Kinder betroffen sind, die wenig Talent im Sport haben. Auch wird argumentiert, die Belastung durch die Schule sei in diesem Alter höher und andere Interessen hätten Vorrang. Diese Punkte zeichnen jedoch nicht das Gesamtbild der Ausstiegsquote ab.

Es macht keinen Spaß mehr

In einer Studie der George Washington University (2014) wurden Probanden gefragt, warum sie grundsätzlich sportlich aktiv sind. 9 von 10 Kindern sagten, dass Spaß der Nummer 1 Grund ist, warum sie Sport treiben. Es wurden insgesamt 81 Punkte aufgelistet, warum Kinder Sport treiben. Darunter haben Motive, wie das Gewinnen (#48), das Spielen von Turnieren (#63) und das Trainieren mit einem Privattrainer (#66) eher schlecht abgeschnitten.

Für die Praxis heißt es: wenn Ihr Kind seinen Spaß am Sport verloren hat, wird es spätestens zu Beginn der Pubertät aus dem Sport aussteigen – unabhängig davon, wie talentiert es in dem Sport ist.

Um das zu vermeiden, fangen Sie an mit Ihrem Kind offen zu kommunizieren. Eltern sollen die Vertrauenspersonen sein und nicht diejenigen, die den Kindern Angst machen. Lernen Sie Ihrem Kind unvoreingenommen zuzuhören. Finden Sie den wahren Grund heraus, warum Ihr Kind den Spaß am Sport verloren hat und suchen sie gemeinsam nach Lösungen, wie Ihr Kind den Spaß am Sport erneut finden kann.

Wenn die Erfahrung nicht als Eigentum empfunden wird

Tausende von Kindern und Jugendlichen, die mit ihrer Sportart aufhören, suchen oft nach einer Beschäftigung, in der sie nicht von Erwachsenen kritisiert werden. Natürlich heißt das nicht, dass es keinen Rahmen für Training und Leibeserziehung geben soll, doch ein gutes Training darf dem Kind seine Selbstständigkeit nicht wegnehmen. Wenn man daran zweifelt, kann man sich die Frage stellen, warum ein Jugendlicher daran Spaß hat Computerspiele über 8 Stunden am Tag zu spielen. Einer der Hauptgründe aus psychologischer Sicht ist, dass das kein Elternteil und kein Coach über seine Schulter sieht und seine Leistung überprüft und kritisiert.Wenn Sie als Erwachsener sagen „Wir haben eine Medaille gewonnen“ oder „wir haben ein Tor geschossen“, nehmen Sie dem Kind das Gefühl des Eigentums seiner Erfahrung und Leistung.

Wenn Sie zu denjenigen gehören, die von der Seitenlinie Ihrem Kind zurufen „schieß“, „wirf“ oder „lauf links“ statt es seine eigenen Entscheidungen treffen zu lassen, dann helfen Sie nicht. Sie nehmen dem Kind Erfahrungen und den Spaß am Spiel.

Ein äquivalentes Beispiel:
Hilft es, wenn Ihr Chef Ihnen ständig über die Schulter guckt und Ihre Leistungen kommentiert, prüft oder gar kritisiert? Nein? Warum denken wir dann, dass es unseren Kindern und Jugendlichen hilft?

Akzeptieren Sie die Einstellung Ihres Kindes zum Sport. Helfen Sie Ihrem Kind seine Passion zu finden, anstatt sie von außen vorzuschreiben. Wenn Sie ein Wettkampfspiel von außen betrachten, können Sie klatschen und nach dem Spiel gratulieren.

Zur Abwechslung können Sie auch nichts sagen. Sollte Ihr Kind allein auf Sie zukommen, ist es ein Zeichen der Begeisterung für das Spiel und der Zuneigung zu Ihnen. Auch introvertierte Kinder können auf Ihre Art über Ihre Leidenschaft sprechen.

Sie spielen zu wenig

Wenn Kinder in einem Team sind und nur wenige Spielminuten haben oder nach einem Fehler ausgewechselt werden, ist die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Sportausstiegs sehr hoch. Kindern ist es egal, wie gut Ihr eigenes Team oder wie bekannt Ihr Trainer ist, wenn Sie nichts zur Teamleistung beitragen. Eltern sollten Ihre Kinder vor Trainern schützen, deren einziges Ziel ist zu Siegen. Bringen Sie Ihr Kind in ein Umfeld, wo es sich nach seinem eigenen Rhythmus stetig entwickelt. 

Einer Studie des Josephean Institute zufolge würden 90% der Kinder lieber im Verliererteam tatsächlich spielen, statt auf der Bank der gewinnenden Mannschaft zu sitzen.

Kein Pokal ist es wert, nicht zu spielen.

Kinder haben Angst Fehler zu machen

In unterschiedlichen Studien berichten Kinder, dass einer der hauptverantwortlichen Gründe, warum sie mit ihrem Sport aufhören ist, weil sie Angst davor haben, Fehler zu machen. Sie haben Angst davor kritisiert oder angeschrien zu werden und auf der Bank zu sitzen.Erfolgreiche Sportler wuchsen in einem Umfeld auf, in dem sie keine Angst vor Fehlern haben mussten. Sie wuchsen in einem Umfeld auf, wo sie dazu aufgefordert wurden zu probieren und zu versagen, und, wo ihnen klar gemacht wurde, dass Versagen ein grundlegender Teil der Entwicklung ist.

Trainer und Eltern, die Kinder bei fehlgeschlagenen Aktionen in einem Spiel ständig kritisieren und anschreien, bilden eine Sportkultur von Angst, die Kinder dazu bringt, mit dem Sport aufzuhören. Stattdessen sollten Trainer und Eltern Ihre Kinder loben, wenn sie ihre Fehler erkennen und hart an diesen arbeiten.

Sie fühlen sich nicht respektiert

Bei der oben genannten Studie haben Kinder auch Angaben zu den wichtigen Eigenschaften gemacht, über die ein ausgezeichneter Trainer verfügen soll. Respekt und Ermutigung war die Nummer eins. Man kennt keinen Erwachsenen, der eventuelle Respektlosigkeit von Freunden, Familie oder Kollegen genießt. Doch in jedem Wettkampf werden Kinder, insbesondere von Trainern respektlos behandelt, weil sie einen Fehler gemacht haben. Um eine Sportart zu meistern bedarf es mehr als 10.000 Stunden Übung und trotzdem wird von einem 9-jährigen Kind erwartet, perfekt zu sein.

Die goldene Regel für Trainer und Eltern: Behandeln Sie das Kind so, wie Sie selbst als Erwachsener von Freunden und Familie behandelt werden möchten.

70% der Kinder teilen uns durch den Ausstieg aus dem Sport jährlich mit, dass wir als Eltern und Trainer versagt haben.

Doch wir können dies verändern. Wir können unseren Kindern dabei helfen ein großartiges sportliches Umfeld zu finden und sie „im Spiel“ halten. Wir können dies tun, indem wir besser mit ihnen kommunizieren, sie danach fragen, was sie tatsächlich möchten und ihnen die sportliche Erfahrung nicht wegnehmen. Wir können dies erreichen, indem wir sie mit dem Respekt behandeln, den sie verdienen, und sie im Sport scheitern lassen, damit sie aus ihren Fehlern lernen und sich weiterentwickeln.

 

Von kindersportwissen.de 

Letzte Aktualisierung: 07/08//20 - 19:35:58