11.03.14

Lokalsport Fehmarn

Inselvereine arbeiten seit August 2013 am Projekt „Zukunft des Fußballs auf der Insel Fehmarn“

Gemeinsam in die Zukunft

FEHMARN -lb- Seit August 2013 arbeiten die Inselvereine RSV Landkirchen, SV Fehmarn, TSV Westfehmarn und der FC Dänschendorf gemeinsam am Projekt „Zukunft des Fußballs auf der Insel Fehmarn“. Am Ende der Jahreshautpversammlung des SV Fehmarn verlas Ralph Schwennen eine gemeinsame Erklärung der Fußballvereine auf Fehmarn.

Die Bevölkerungsentwicklung auf Fehmarn wird bis zum Jahr 2025 um drei bis vier Prozent zurückgehen. So werden aufgrund des demografischen Wandels ab dem Jahr 2020 auf Fehmarn nur noch 70 Schüler pro Jahr eingeschult. Daraus resultiert, dass besonders im Jugendfußball die Mitgliederzahlen rücklaufig sein werden und jetzt schon sind. Dies wird noch verstärkt durch die Veränderung der Bildungslandschaft – zum Beispiel die Einführung der Ganztagsschule – welches sich negativ auf sonstige Freizeitaktivitäten und auch auf den Trainingsbetrieb beim Fußball auswirken wird. Die schleichende Abnahme ist besonders bei den Mannschaftssportlern, wie auch im Fußball, jetzt schon durch Vereinsaustritte stärker ausgeprägt als bei den Einzelsportarten (verlassen zum Beispiel drei Spieler einen Verein, so ist der Spielbetrieb gefährdet). Hinzu kommt die Vielfältigkeit von Freizeitangeboten. In der Spielserie 2013/2014 haben bundesweit allein 600 Juniorinnen- und Juniorenmannschaften weniger gemeldet. In Schleswig-Holstein alleine 150 Juniorinnen- und Juniorenmannschaften weniger. Aber auch im Herrenbereich ist diese Auswirkung mit den aktuellen Beispielen SC Cismar (Kreisliga) und TS Einfeld (Verbandsliga Südwest) mit dem Rückzug aus dem laufenden Spielbetrieb zu beobachten. Zudem verlassen viele Jugendliche wegen des Berufes oder des Studiums die Insel. Aus diesen Gründen haben sich die Verantwortlichen der Vereine Gedanken über die Zukunft des Fußballs auf der Insel gemacht. Will man auf Fehmarn langfristig leistungsorientiert Fußballsport betreiben, so müssen die Kräfte gebündelt werden. Dies muss von unten nach oben geschehen, das heißt über die JSG Fehmarn in den Seniorenbereich. Oberstes Ziel muss zunächst der Verbleib der talentierten Jugendlichen auf der Insel sein. Dafür ist es notwendig, dass die Jugendmannschaften sich über Kreisebene hinaus etablieren (also mindestens Verbandsliga). Ebenso wichtig ist es, die aus dem Juniorenbereich wechselnden Spieler für den Seniorenbereich zu halten. Wenn der Fußballsport auf Fehmarn in Zukunft im Leistungs- wie auch Breitenbereich weiterhin existieren soll, muss jetzt gehandelt werden, anstatt auf die prognostizierten Bedingungen nur zu reagieren. Wenn erst weitere Mannschaften im Jugend- und Seniorenbereich abgemeldet werden müssen, wird es schwer, diese langfristig wieder aufzubauen, und ganze Vereinsstrukturen stünden in Gefahr. Ein aktives gemeinsames Handeln zur Sicherung des Fußballs muss daher das gemeinsame Ziel sein, bevor es zu spät ist. Um dies Ziel zu erreichen, ist ein einheitliches Konzept erforderlich. Alle Vereine auf Fehmarn sind dazu aufgerufen, aktiv an dem Projekt ,Zukunft des Fußballs auf der Insel Fehmarn‘ mitzuwirken. Ziel muss es sein, leistungsorientierten und Breitenbereichsfußball langfristig auf der Insel Fehmarn anzubieten und durch abgestimmte Strukturen zu sichern.“

Zeitgleich spielten die D I und die C-Juniorinnen am vergangenen Wochenende auf dem Kunstrasen. Seit August 2013 arbeiten die Inselvereine gemeinsam am Projekt "Zukunft des Fußballs auf der Insel Fehmarn".
Zeitgleich spielten die D I und die C-Juniorinnen am vergangenen Wochenende auf dem Kunstrasen. Seit August 2013 arbeiten die Inselvereine gemeinsam am Projekt "Zukunft des Fußballs auf der Insel Fehmarn".

© Fehmarn24/Lars Braesch